Die deutsch-französische Filmakademie wurde auf Anregung von Bundeskanzler Schröder ins Leben gerufen, um die filmische Zusammenarbeit beider Länder anzukurbeln. Im Beisein von Staatspräsident Chirac und Bundeskanzler Schröder wurde sie im Jahr 2000 eingeweiht. Sie ist beim Centre National de la Cinématographie (CNC) und dem Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM) angesiedelt.
Mehrere Initiativen wurden seitdem im Rahmen der Deutsch-französischen Filmakademie ins Leben gerufen, um die Zusammenarbeit zu fördern.
Minitraité
Das CNC und die Filmförderungsanstalt (FFA) haben mit dem Mini-Traité einen Fonds bereitgestellt, in den jedes Land jährlich 1,5 Millionen Euro einzahlt. Dieser Fonds ermöglicht Produzenten die Förderung ihrer deutsch-französischen Koproduktionen.
Eine Kommission aus französischen Branchenfachleuten (Margaret Menegoz, Anne-Louise Trividic, Dominique Moll, Jean-Pierre Améris) und deutschen (Angelika Krüger-Leißner, Helma Sanders-Brahms, Prof. Thomas Bauermeister, Barbara Thielen, Marie Noëlle Sehr) bearbeitet die Dossiers, die dem CNC und der FFA vorgelegt werden. Beide Länder müssen ein positives Urteil ablegen, bevor ein Film eine Förderung erhalten kann. Sie schlagen auch die Höhe der Fördermittel vor, die im Regelfall zwischen 50 000 und 300 000 Euros liegt.

Masterclass Ludwigsburg/Paris
Ebenfalls unter der Schirmherrschaft der Deutsch-französischen Filmakademie entstand ein gemeinsames Ausbildungsprogramm in den Bereichen Filmproduktion und –verleih zwischen der Pariser Filmhochschule La fémis und der Filmakademie Baden-Württemberg. Seit 2001 absolvieren jedes Jahr 18 Teilnehmer aus ganz Europa das einjährige Postgraduate-Programm, bei dem sie in Seminaren, Workshops, beim Praktikum und auf Festivals einen detailreichen Einblick in die Bereiche Finanzierung, Entwicklung, Produktion, Verleih und Weltvertrieb bekommen. Zum Abschluss des Jahres produzieren alle Teilnehmer eine Kurzfilmreihe in Koproduktion mit ARTE.
Informationen unter cinemasterclass.org
Deutsch-französisches Filmtreffen
Die jüngste Initiative der Akademie ist die Gründung des Vereins Das deutsch-französische Filmtreffen. Bei dem jährlichen Branchentreffen kommen deutsche und französische Produzenten, Verleiher und ausgewählte Fachleute seit 2003 jeden Herbst für zwei Tage zusammen, studieren exemplarische Einzelfälle und nehmen an Podiumsdiskussionen teil.