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Vorstand

Margaret Menegoz, Präsidentin

Margaret Menegoz hat als Produzentin, Verleiherin und Herausgeberin seit 1975 mit der Firma Films du Losange, 1962 von Barbet Schroeder und Eric Rohmer gegründet, zahlreiche Filme deutscher Autoren produziert wie Wim Wenders (Der Amerikanische Freund, Koproduktion mit Road Movies - Deutschland, sélection officielle Festival Cannes, 1977), Rainer Werner Fassbinder (Chinesisches Roulette, Koproduktion mit Albatros - Deutschland, 1977), Volker Schlöndorff (Swann in love, Koproduktion mit Bioskop, 1983), Helma Sanders (Emilies Zukunft, Koproduktion mit Litterarisches Colloquium Berlin, 1984) und außerdem, Michael Haneke (Caché, sélection officielle Festival de Cannes 2005, prix de la mise en scène, Le temps du Loup, sélection officielle hors compétition Festivale Cannes 2003). Zahlreiche ihrer Produktionen wurden mit Preisen ausgezeichnet: Prix spécial der Jury des Festival de Cannes im Jahre 1975 für Die Marquise d’O von Eric Rohmer, Goldener Bär der Berlinale für Pauline à la plage, von Eric Rohmer im Jahre 1982, den Goldenen Löwen beim Festival in Venedig für Le rayon vert, von Eric Rohmer im Jahre 1986, Golden Globe Award 1990 für den besten Film für Europa Europa von Agnieska Holland u.v.a.

Sie ist Präsidentin von Unifrance, Mitglied der deutsch-französischen Filmakademie, Mitglied der Association des exportateurs de films, Mitglied des Conseil d’Administration de la Cinémathèque française, Mitglied des Haut Conseil Culturel franco-allemand. Margaret Menegoz wird nicht müde, mit Hilfe der großen professionellen Organisationen, zugunsten der Entwicklung des französischen Kinos in Europa und auf internationalem Niveau zu arbeiten.


Peter Sehr, Vize-Präsident

Peter Sehr studiert 1970 bis 74 Physik und Chemie an der Eidgenössisch Technischen Hochschule (ETH) in Zürich. In seiner Diplomarbeit beschäftigt er sich mit dem Einsatz der Kernspinresonanz (NMR) in biologischen Systemen unter der Leitung von Kurt Wüthrich (Nobelpreis für Chemie 2002).
Nach Erhalt seines Diploms bereist er für ein Jahr Südamerika.
Von 1975 bis 1979 promoviert er in Biophysik an der Oxford University (Merton College). Das Thema seiner Doktorarbeit in der Gruppe von George Radda ist der Einsatz von NMR (Nuclear Magnetic Resonance) bei der Untersuchung von intakten biologischen Systemen. Diese Technik wird heute in der medizinischen Diagnostik weltweit eingesetzt und ist unter dem Namen “Kernspintomographie” (MRI - Magnetic Resonance Imaging) bekannt.

Während der Jahre in Oxford leitet er die “University Film Society” und dreht seine ersten Kurzfilme “He May Have Cut His Throat”, “To Shoot a Bicycle” und “A Group of People”.

1980 geht er nach Paris und beschäftigt sich als Research Fellow am Institut Curie für weitere zwei Jahre mit der Biophysik. Parallel zur Forschungstätigkeit beginnt er als Regieassistent zu arbeiten.

1982 verabschiedet er sich endgültig von den Naturwissenschaften, kehrt nach zwölf Jahren nach Deutschland zurück und lebt nun in München. Dort arbeitet er die nächsten sechs Jahre als Regieassistent mit verschiedenen deutschen und französischen Regisseuren.

1988 gründet er mit Marie Noëlle die ‘P’Artisan Filmproduktion GmbH’. Seinen ersten Spielfilm “Und nicht ein Tohuwabohu”, eine fiktive Dokumentation, schreibt, produziert und dreht er im gleichen Jahr. 1991 folgt “Das Serbische Mädchen”, mit Ben Becker und Mirjana Jokovic, das für den Bundesfilmpreis als ‘Bester Film’ nominiert wird und mehrere Preise bei ausländischen Festivals erhält.

Sehrs international erfolgreicher Spielfilm “Kaspar Hauser - Verbrechen am Seelenleben eines Menschen” (1994), mit André Eisermann, Uwe Ochsenknecht, Katharina Thalbach und Udo Samel, wird beim deutschen Filmpreis mit drei Filmbändern in Gold ausgezeichnet (Bester Film, Beste Regie, Bester Hauptdarsteller) und gewinnt mehrere internationale Filmpreise. Sein nächster Film “Obsession” (1997), eine deutsch-französische Koproduktion mit Heike Makatsch, Charles Berling und Daniel Craig, wird in Berlin, Frankreich und den Niagarafällen 1996 gedreht. Auch dieser Film wird für den Bundesfilmpreis als ‘Bester Film’ nominiert und auf das Sundance Festival eingeladen. Sein letzter Spielfilm “Love The Hard Way” (2001), mit Adrien Brody, Charlotte Ayanna, Pam Grier und August Diehl, wurde in New York gedreht und von Sehr koproduziert. Der Film erhielt in Locarno 2001 den “Silbernen Leoparden” und Sehr den Bayerischen Filmpreis für “Beste Regie” (2002).

2002 koproduziert Peter Sehr mit “Les Films Alain Sarde” Paris und “Heritage Films” Polen in Auschwitz und Paris den Film “Birkenau & Rosenfeld” (“La petite prairie aux Bouleaux”) von Marceline Loridan-Ivens.

Als Produzent und Ko-Regisseur hat er vor kurzem den Spielfilm “Die Frauen des Anarchisten” abgeschlossen, den zweiten Film von Marie Noëlle, die auch das Drehbuch geschrieben hat. Es handelt sich hier um eine deutsch-französich-spanische Koproduktion.

Gegenwärtig arbeitet er an einem Spielfilm über Ludwig II. von Bayern und Georg Lichtenberg, Hans Magnus Enzensberger ist der Koautor von letzterem Projekt.

1989 beginnt er an der Hochschule für Fernsehen und Film in München (HFF) zu unterrichten und seit 1998 an der Filmakademie Baden-Württemberg in Ludwigsburg. Seit Herbst 2001 leitet er zusammen mit Jan Schütte auf der deutschen Seite (Filmakademie Baden-Württemberg) und Marc Nicolas sowie Christine Ghazarian auf der französischen Seite (La fémis in Paris) die Masterclass Ludwigsburg/Paris.

2002 ruft er mit Daniel Toscan du Plantier, Brigitte Sauzay und Margaret Menegoz den Verein “Das Deutsch-französische Filmtreffen” ins Leben, dessen Ziel es ist, die Zusammenarbeit beider Filmindustrien und den Austausch von Filmen zwischen beiden Ländern zu verstärken. Margaret Menegoz ist jetzt die Präsidentin, Kirsten Niehuus und Peter Sehr die Vizepräsidenten.

Seit 2001 betreibt er zusammen mit Marie Noëlle, Christoph Ott und Dagmar Hirtz das renommierte ARRI Kino in München, das nun auch Mitglied bei “Europa Cinemas” ist.

Peter Sehr wurde vom französischen Kultusminister zum Ritter von Kunst und Literatur ernannt (Chevalier de l’ordre des Arts et Lettres) und ist Mitglied der Deutschen, Deutsch-französischen und Europäischen Filmakademie.


Kirsten Niehuus, Vize-Präsidentin

Die heutige Geschäftsführerin für den Bereich Filmförderung der Medienboard Berlin-Brandenburg GmbH hat Ihre Laufbahn 1991 als Rechtsanwältin mit Schwerpunkt Urheber-und Medienrecht in Hamburg angefangen. Danach war sie bis Juli 1995 Justitiarin der Filmförderungsanstalt (FFA). Im Anschluss daran kam Ihr Wechsel  zur  Senator Film GmbH, wo sie dort bis Januar 1999 als Justitiarin tätig war. Von Januar 1999 bis September 2004 wurde sie zum stellvertretenden Vorstand der FFA ernannt. Seit Dezember 2003 ist sie außerdem Vize-Präsidentin von Eurimages (Europäischer Fonds zur Unterstützung von Gemeinschaftsproduktionen und zur Verbreitung von Kino- und Fernsehfilmen). Seit 1. November 2004 ist sie Geschäftsführerin für den Bereich Filmförderung der Medienboard Berlin-Brandenburg GmbH.

Die Medienboard Berlin-Brandenburg GmbH ist die zentrale Anlaufstelle für alle Akteure der Medienbranche in der Region. Sie vereint die Filmförderung und die Standortentwicklung der beiden Länder unter einem Dach. Der Geschäftsbereich Standortmarketing sorgt für die Präsentation der Medienregion Berlin-Brandenburg, die länder- und branchenübergreifenden Vernetzung, aktuelle Standortinformationen, die Bestandspflege vorhandener Medienunternehmen und die Unterstützung der Wirtschaftsförderungsgesellschaften bei der Ansiedlung von Medienunternehmen und -projekten. Die Filmförderung des Medienboards fördert Filme und filmbezogene Projekte in den Kategorien Stoff- und Projektentwicklung, Produktion, Verleih und Vertrieb sowie Sonstige Vorhaben.


Yves Marmion, Schatzmeister

Yves Marmion ist als Produzent bei der Firma UGC tätig. Nachdem er seit 1991 für verschiedene Produktionen bei UGC Images tätig gewesen ist, hat Yves Marmion die Gesellschaft UGC YM gegründet, die eine Filiale der UGC-Gruppe ist.

Filmografie:

2005   
Le concile de Pierre : Guillaume Nicloux  
Les Dalton : Philippe Haïm   

2004
Les fils du vent : Julien Seri  

2002
The Abduction Club : Stefan Schwartz  
Embrassez qui vous voudrez : Michel Blanc  

2001
Betty Fisher et Autres Histoires : Claude Miller  

2000
Deuxieme Vie : Patrick Braoudé   

1999
Est-Ouest : Régis Wargnier   

1997
La femme de chambre du Titanic : Bigas Luna   

1995
Une Femme Francaise : Regis Wargnier   

Innerhalb seiner Funktionen bei UGC Images, hat Yves Marmion auch folgende Filme koproduziert:

2004 
Mar adentro : Alejandro Amenabar   

1996  
L’appartement : Gilles Mimouni  
Bambola : Bigas Luna  
Portrait chinois : Martine Dugowson  
Le bel été 1914 : Christian de Chalonge  
Enfants de salaud : Tonie Marshall  
Volaverunt : Bigas Luna  
Stealing Beauty : Bernardo Bertolucci  
Freischütz : Ildiko Enyedi  
Ligne de vie : Pavel Lounguine   

1995  
White Man’s Burden : Desmond Nakano  
The Doom Generation : Gregg Araki  
Shanghai Triad : Zang Yimou  
Il Mostro : Roberto Benigni  
Pigalle : Karim Dridi

1994  
Amateur : Hal Hartley  
Magic Hunter : Ildiko Enyedi  
Mina Tannenbaum : Martine Dugowson 
Farinelli : Gérard Corbiau   

1993  
Arizona Dream : Emir Kusturica  
The Baby of Macon : Peter Greenaway  

1991
Les nuits fauves : Cyril Collard